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Die erhofften Erfolge bleiben aus, wenn Technologie eingeführt wird, ohne die dahinterliegenden Prozesse zu überdenken. Statt durchgängiger Workflows entstehen Insellösungen – so wird nicht nur das volle Potenzial wird verschenkt. Es entsteht sogar Mehraufwand.
Dabei sind die Erwartungen groß: 80 % der Unternehmen in der Zeitarbeit erwarten durch Digitalisierung schnellere Prozesse, 73 % mehr Automatisierung. Doch laut zvoove-GVP Industry Pulse 2025 ist der Anteil derer, die Digitalisierung als „sehr wichtig“ einstufen, auf 65 % gesunken – im Vorjahr waren es noch 73 %.
Woran liegt das? Ein Grund: Die erhofften Erfolge bleiben aus. Die Gründe liegen selten in der Technik, sondern im Vorgehen.
Viele Unternehmen digitalisieren Teilbereiche, ohne ihre Abläufe neu zu denken. Das Ergebnis: mehr Kosten, mehr Tools, aber keine echten Verbesserungen.
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Die wichtigsten Zahlen, Trends und Herausforderungen rund um Digitalisierung, Fachkräftemangel & Co. liefert der Industry Pulse 2025 – die größte Branchenstudie für die Personaldienstleistung. Sie wurde erstellt mit dem GVP (Gesamtverband der Personaldienstleister) und einem unabhängigen Marktforschungsinstitut.
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Digitale Tools allein reichen nicht aus – in der Personaldienstleistung sind IT, Recht, Verwaltung und Personal eng miteinander verzahnt. Deshalb braucht es Führungskräfte, die Prioritäten setzen, Budgets freigeben und eine digitale Kultur aktiv mitgestalten. Ohne klare Unternehmensziele bleibt Digitalisierung Stückwerk. Nur wer den Wandel ganzheitlich denkt und vorantreibt, von der ersten Anfrage bis zur letzten Abrechnung, schafft Transparenz, spart Zeit und entlastet das Team.
Das gilt es zu beachten:
Von Recruiting über Disposition bis zur Abrechnung gibt es viele wiederkehrende Abläufe, die großes Potenzial für die Digitalisierung haben. Wenn Daten zentral erfasst, verarbeitet und weitergegeben werden, statt mehrfach manuell gepflegt, steigt die Effizienz spürbar. Ein durchgängiger Workflow ist in der Zeitarbeit keine Luxusfrage, sondern ein strategischer Hebel.
Ob spontane Kundenanfrage oder langfristiger Personalbedarf: Wer in der Zeitarbeit erfolgreich vermitteln will, muss schnell reagieren können. Digitale Prozesse in Recruiting und Vertrieb schaffen die Grundlage für Tempo, Treffsicherheit und datenbasierte Entscheidungen.
Vorteile:
Tipp: Wenn alles in einem System läuft, wird aus zwei Aufgabenbereichen – Recruiting und Vertrieb – ein durchgängiger digitaler Prozess.
Ergebnis: Digitalisierung macht Personalgewinnung und Kundenakquise schneller, skalierbarer und treffsicherer.
In der Personaldienstleistung ist der Auftrag die zentrale Schnittstelle, an der Kundenanforderungen, Konditionen und Einsatzplanung zusammenlaufen. Digitale Auftragsverwaltung reduziert Fehler und schafft Transparenz.
Vorteile:
Ergebnis: So entsteht ein digitalisierter Verwaltungsprozess, bei dem alles an einem Ort zusammenläuft. Mit weniger Papier, weniger Rückfragen und mehr Übersicht.
Disposition ist komplex: Verfügbarkeiten, Fristen, Qualifikationen und Kundenanforderungen müssen passen. Digital gelingt das schneller und sicherer.
Vorteile:
Ergebnis: Mit einer digitalen, rechtssicheren Disposition lassen sich Einsätze nicht nur effizient planen, sondern auch zuverlässig und gesetzeskonform umsetzen.
In der Zeitarbeit wechseln Einsätze häufig – und mit ihnen Einsatzorte, Zeiten und Anforderungen. Umso wichtiger ist ein System zur Zeiterfassung, das flexibel und zuverlässig funktioniert – egal ob im Büro, beim Kunden oder unterwegs.
Vorteile:
Ergebnis: Digitale Zeiterfassung entlastet das Team, sorgt für korrekte Daten und schafft eine transparente Basis für die Lohnabrechnung.
Die digitale Rechnungsstellung ist der letzte Schritt in einem durchgängigen Workflow – und einer der wichtigsten. Denn nur wenn die Fakturierung in der Zeitarbeit nahtlos funktioniert, wird aus erbrachter Leistung auch Umsatz.
Vorteile:
Ergebnis: Wer Rechnungsprozesse digitalisiert, spart Zeit und erhöht die Liquidität.
Hohe Komplexität trifft auf hohe Frequenz. Hier zahlt sich Digitalisierung sofort aus.
Vorteile:
Ergebnis: Eine digitale Lohnabrechnung reduziert Risiken und Aufwand.
Digitale Prozesse erzeugen Daten. Wer sie nutzt, steuert sein Geschäft aktiv, nicht reaktiv.
Vorteile:
Ergebnis: Personaldienstleister, die ihre Kennzahlen im Blick haben, können ihr Geschäft aktiv steuern, statt nur zu reagieren.
Weil Zeitarbeit spezifische Anforderungen mitbringt: wechselnde Einsätze, Fristen wie Equal Pay, Höchstüberlassung und tarifliche Zuschläge. Klassische HR-Systeme geraten hier oft an ihre Grenzen. Branchenspezifische Software hingegen nimmt diese Besonderheiten auf und ermöglicht rechtssichere, automatisierte Abläufe.
Digitale Tools sind nur Hilfsmittel, wirklicher Wandel beginnt bei der Prozessanalyse. Unternehmen sollten zuerst ihre Abläufe kritisch prüfen, Medienbrüche identifizieren und Ziele definieren. Erst dann folgt die Auswahl einer passenden, integrierten Softwarelösung. Durchgängige, vernetzte Prozesse statt Insellösungen sind der Schlüssel zum Erfolg.
Die größten Stolpersteine der Digitalisierung in der Zeitarbeit liegen immer wieder an denselben Stellen – das bestätigt auch die aktuelle Branchenstudie von zvoove und dem GVP – der zvoove-GVP Industry Pulse.
Viele Unternehmen starten ambitioniert, stoßen aber schnell an Grenzen. Die Folge: Der Fortschritt bleibt aus, die Digitalisierung stagniert – und die Motivation sinkt.
Diese fünf Punkte zählen laut Studie zu den häufigsten Ursachen, warum Digitalisierung scheitert:
Digitalisierung bedeutet nicht, analoge Abläufe 1:1 digital abzubilden, sondern Prozesse neu zu denken. Die Leitfragen dafür:
Der erste Schritt: Prozesse prüfen, vereinfachen und aufeinander abstimmen. Dann folgt die Auswahl einer Software, die diese Abläufe unterstützt – und nicht zusätzlich verkompliziert.
Das erfordert Zeit und Mut zur Veränderung, bringt aber nachhaltige Erfolge. Denn echte Digitalisierung heißt: Prozesse so gestalten, dass Technologie sie bestmöglich unterstützen kann.
Branchenspezifische Software für die Zeitarbeit ist der Schlüssel zu durchgängigen digitalen Prozessen und damit zu echter Effizienz. Denn Standardlösungen stoßen in dieser Branche schnell an ihre Grenzen: Wechselnde Einsätze, rechtliche Vorgaben und kurzfristige Anforderungen sind Alltag. Wer hier erfolgreich digitalisieren will, braucht eine Lösung, die das Geschäft wirklich versteht..
Digitalisierung in der Personaldienstleistung ist kein Selbstläufer, aber sie bietet enorme Chancen. Entscheidend ist: Prozesse neu denken, Tools bewusst auswählen, Rollen klar definieren. Dann entsteht nicht nur Effizienz, sondern auch Wettbewerbsfähigkeit im Alltag. Der Weg zum Ziel darf pragmatisch beginnen – aber er sollte strategisch geführt werden.
Foto: © Adobe Stock / Thapana_Studio / 536344649
Welche Prozesse in der Zeitarbeit lassen sich besonders gut digitalisieren?
Standardisierte und wiederkehrende Abläufe wie Recruiting, Disposition, Zeiterfassung, Abrechnung und Controlling bieten das größte Digitalisierungspotenzial.
Woran erkenne ich digitale Insellösungen in der Personaldienstleistung?
An fehlender Datenintegration, mehrfacher Dateneingabe, Excel-Parallelwelten und Medienbrüchen zwischen Systemen.
Warum reicht klassische HR-Software in der Zeitarbeit oft nicht aus?
Sie berücksichtigt meist nicht die wechselnden Einsätze, komplexen Fristen und Zuschlagsregelungen der Zeitarbeit – eine branchenspezifische Lösung ist daher im Alltag sinnvoller.
Wie starte ich am besten mit der Digitalisierung in der Personaldienstleistung?
Mit einer Analyse der eigenen Prozesse, der Identifikation von Medienbrüchen und der Festlegung konkreter Ziele, bevor technische Lösungen eingeführt werden.
Welche Rolle spielt die Führungsebene bei der Digitalisierung?
Sie legt Strategie, Budget und Zielbild fest und sorgt dafür, dass Digitalisierung nicht isoliert, sondern unternehmensweit verankert wird.

Unser zvoove Redaktionsteam bringt umfangreiche Erfahrung aus Redaktion, Fachjournalismus, Corporate Publishing und Marketing zusammen. Mit tiefem Branchenwissen und einem Blick für relevante Themen erstellen wir informative, praxisnahe Inhalte rund um unsere Produkte und relevante Branchenthemen. Unser Anspruch: Komplexe Themen verständlich und wertvoll für Ihre tägliche Arbeit aufzubereiten.
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