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Zuletzt geändert: 17.11.2025 Veröffentlicht: 11.11.2025
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Zeitarbeit unter Druck: Warum Liquidität jetzt mehr denn je zählt

Das Bild zeigt ein Piktogramm mit drei Personen.
von Die Redaktion
Fachjournalismus, Corporate Publishing und Marketing bei zvoove

Alles Wichtige auf einen Blick

Weniger Beschäftigte, sinkende Umsätze, mehr Insolvenzen. Die Herausforderungen für die Personaldienstleistungsbranche wachsen. Die angespannte Wirtschaftslage ist dabei nur ein Teil des Problems. Viele Unternehmen geraten zusätzlich durch ein strukturelles Risiko ins Straucheln: die Vorfinanzierung von Löhnen, Gebäudemieten und weiteren Fixkosten bei gleichzeitig langen Zahlungszielen. Gerade in dieser Gemengelage gilt: Wer seine Liquidität sichert, gewinnt Planungssicherheit und Wachstumsspielraum.

Wie entwickeln sich die Beschäftigungszahlen in der Zeitarbeit?

Die aktuellen Oktober-Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigen, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin geschwächt ist, eine Herbstbelebung lässt sich nicht erkennen. Zum Stichtag 31. August 2025 waren 554.500 Personen sozialversicherungspflichtig in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt, ein Minus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat (561.400). Im Vorjahresvergleich ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Branche um 8,5 Prozent zurück.

Wie sieht es mit Branchenumsatz und Insolvenzen aus?

Die Lünendonk-Studie 2025 („Zeitarbeit in der Krise – vorsichtiger Optimismus für die Zukunft“) meldet einen Rückgang des Marktvolumens um 3,1 Prozent auf 31,9 Milliarden Euro. Für die Branche bereits das zweite Minusjahr in Folge.

Auch die Zahl der Insolvenzen steigt weiter: Laut amtlicher Statistik des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2024 insgesamt 257 Insolvenzverfahren in der Zeitarbeitsbranche eröffnet, deutlich mehr als im Vorjahr (185). Für 2025 wurden bis einschließlich Juli bereits 174 Verfahren registriert, was auf ein ähnlich hohes oder sogar höheres Jahresniveau hindeuten könnte.

Was sind die größten Herausforderungen für die Zeitarbeit?

Weniger Aufträge und sinkende Umsätze bringen die Branche zunehmend in Schieflage. Auch im zvoove-GVP Industry Pulse 2025 nennen die meisten Befragten die gesamtwirtschaftliche Lage als zentrale Herausforderung.

Oft ist das aber nicht die einzige Ursache für finanzielle Engpässe: Die Zahlungsmoral der Kunden sorgt ebenfalls bei vielen für Kopfzerbrechen. 16 Prozent der Unternehmensvertretenden stufen sie als eines der größten Probleme ein.

Doch selbst wenn Kunden fristgerecht zahlen, birgt die Personaldienstleistung ein strukturelles Risiko: Lange Zahlungsziele sind in der Branche die Regel. Auch Personaldienstleister mit stabiler Auftragslage bekommen ihr Geld oft erst viele Wochen nach Erbringen der Leistung. Gleichzeitig müssen sie aber Löhne, Abgaben und andere Fixkosten pünktlich zahlen. Diese Lücke in der Liquidität ist oft der entscheidende Kipppunkt, gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

Was belastet die Liquidität in der Zeitarbeit?

  • Vorfinanzierung von Löhnen und Aufträgen: Mitarbeitende müssen pünktlich bezahlt werden, während Kundenzahlungen oft erst nach 30 bis 90 Tagen eingehen.
  • Zeit- und Kostenaufwand für Mahn- & Rechnungswesen: Offene Posten müssen nachverfolgt, Zahlungseingänge geprüft, Mahnungen verschickt werden; das bindet wertvolle Ressourcen.
  • Unsicherheit bei Zahlungsausfällen: Wenn Kunden verspätet oder gar nicht zahlen, gerät die gesamte Liquiditätsplanung der Unternehmen ins Wanken.
  • Unterschätztes Risiko: Selbst wirtschaftlich stabile Unternehmen mit guter Auftragslage können in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, etwa durch lange Zahlungsziele oder ungeplante Zahlungsausfälle.

Wie kann man Liquiditätsprobleme lösen?

Eine mögliche Lösung für Liquiditätsprobleme ist Factoring. Die Idee dahinter ist, dass Unternehmen offene Forderungen verkaufen und sich damit sofortige Liquidität sichern. Der Factoring-Partner zahlt den Großteil der Rechnungsbeträge innerhalb von zwei Banktagen und übernimmt häufig das Ausfallrisiko.

Vorteile von Factoring auf einen Blick

  • Sofortige Liquidität für Löhne, Abgaben und laufende Kosten
  • Planbare Cashflows statt Zahlungsunsicherheit
  • Weniger Risiko durch Forderungsausfallschutz
  • Weniger Verwaltungsaufwand, weil auch das Mahnwesen ausgelagert werden kann
  • Mehr Wachstumsspielraum für neue Aufträge oder Personalaufbau
  • Verbesserte Bonität, weil die eigenen Kreditlinien nicht belastet werden

Gerade in unsicheren Zeiten ist Factoring damit ein strategisches Instrument, nicht nur eine kurzfristige Finanzhilfe. Eine detaillierte Einführung in das Thema Factoring finden Sie in diesem Blog-Beitrag.

Wie funktioniert Factoring mit zvoove CashLink?

zvoove CashLink ist die integrierte Factoring-Lösung, speziell für Personaldienstleister: Offene Rechnungen werden direkt aus der zvoove Software nahtlos an einen Factoring-Partner von zvoove übermittelt. Geeignete Rechnungen kann der Factoring-Partner ankaufen und die fälligen Auszahlungsbeträge direkt an den Personaldienstleister überweisen. Statt wochenlang auf das Geld zu warten, ist es innerhalb von maximal zwei Bankarbeitstagen auf dem Konto. Auch das Ausfallrisiko für angekaufte Forderungen ist abgedeckt, was Personaldienstleister vor Zahlungsausfällen schützt.

„Besonders interessant ist zvoove CashLink für Personaldienstleister, die mit großen Auftraggebern arbeiten und regelmäßig mit langen Zahlungsfristen kämpfen. Oft sind es schnell wachsende Unternehmen, die stark in Vorleistung gehen müssen.“

Albert Siems, Business Consultant zvoove

Fazit: Wer Liquidität sichert, bleibt handlungsfähig

Die Kombination aus wirtschaftlicher Unsicherheit, steigenden Kosten und wachsender Bürokratie bringt viele Zeitarbeitsunternehmen in Bedrängnis. Besonders kritisch wird es, wenn Löhne vorfinanziert werden müssen, Kundenzahlungen aber erst Wochen später eingehen oder ganz ausbleiben. Wer seine Liquidität aktiv steuert, schützt sich vor diesen Risiken und bleibt flexibel, auch in schwierigen Zeiten. Factoring, zum Beispiel mit zvoove CashLink, ist dabei kein Notfallplan, sondern ein strategisches Werkzeug für nachhaltige Stabilität und Wachstum.

Foto: © Adobe Stock / Wolfilser / 380217990

Autor
Das Bild zeigt ein Piktogramm mit drei Personen.
Die Redaktion
Fachjournalismus, Corporate Publishing und Marketing | zvoove

Unser zvoove Redaktionsteam bringt umfangreiche Erfahrung aus Redaktion, Fachjournalismus, Corporate Publishing und Marketing zusammen. Mit tiefem Branchenwissen und einem Blick für relevante Themen erstellen wir informative, praxisnahe Inhalte rund um unsere Produkte und relevante Branchenthemen. Unser Anspruch: Komplexe Themen verständlich und wertvoll für Ihre tägliche Arbeit aufzubereiten.

 

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